Smartphone gestützte
Migränetherapie als
neue Versorgungsform

Für eine effektive und ortsunabhängige Therapie der Migräne

Das
Projekt

Mit dem Projekt SMARTGEM wollen wir die Wirksamkeit einer neuen Versorgungsform in der Migränetherapie untersuchen. SMARTGEM besteht aus einer Smartphone-App (M-sense) in Verbindung mit digitalen Angeboten, um die Kommunikation zwischen Patienten, universitärer Kopfschmerzambulanz und niedergelassenen Ärzten zu verkürzen. Für Patientinnen und Patienten mit häufiger Migräne möchten wir eine Reduktion der Attacken und des Schmerzmittelverbrauchs erreichen. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität von Migränepatientinnen und -patienten zu verbessern und eine Chronifizierung der Erkrankung zu verhindern.

Die Effektivität von SMARTGEM wird in einer randomisierten kontrollierten Studie untersucht. Teilnehmen können Patientinnen und Patienten aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, die an mindestens 5 Migränetagen / Monat leiden.

SMARTGEM wird mit Mitteln des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.

 

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Informationen für Patientinnen und Patienten

Kann ich an SMARTGEM teilnehmen?

Sie können an SMARTGEM teilnehmen, wenn Sie

  • unter einer Migräne mit mindestens 5 Migränetagen / Monat leiden
  • die Migräne vor dem 50. Lebensjahr begonnen hat und seit mindestens einem Jahr besteht
  • sich erstmalig in der Kopfschmerzambulanz der Charité, der Universitätsmedizin Rostock oder Universitätsklinikum Halle vorstellen
  • in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt wohnen
  • ein Android oder iOS fähiges Smartphone mit mobilem Internetzugang besitzen
  • die App M-sense Active (kostenpflichtige Version) bisher noch NICHT benutzt haben
  • unter keiner anderen Kopfschmerzerkrankung leiden (ausgenommen unregelmäßiger Spannungskopfschmerz)
  • bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind

Wo kann ich an SMARTGEM teilnehmen?

Teilnehmen können Patientinnen und Patienten aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

 

In den jeweiligen Bundesländern sind folgende Kliniken am Projekt beteiligt:

Kopfschmerzzentrum der Charité

Kopfschmerzzentrum Nord-Ost der Universitätsmedizin Rostock

Kopfschmerzambulanz des Universitätsklinikums Halle.

 

Weitere Informationen und Termine erhalten Sie unter den hier angegebenen Kontaktdaten der Kliniken.
Bitte geben Sie an, dass Sie an einer Teilnahme an SMARTGEM interessiert sind.

Welche Vorteile habe ich von einer Teilnahme?

  • Anbindung an ein Netzwerk aus Kopfschmerzspezialisten zur gezielten Behandlung Ihrer Migräne
  • Zugang zu einer neuen Smartphone-gestützten Versorgungsform der Migräne
  • Smartphone-App unterstützte Identifikation von Auslösern Ihrer Migräneattacken
  • Anleitung zu nicht-medikamentösen Therapieverfahren zusätzlich zur Standardtherapie, die eine medikamentöse Behandlung einschließt
  • Zugang zu einem ärztlich moderierten Migräne-Forum, in dem Sie Fragen zu Ihrer Migräne und ihrer Therapie stellen können und sich mit anderen Patienten und Patientinnen austauschen können
  • Individuelle Ärztliche Beratung über „Expertenchats“ (Online-Sprechstunde)
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen verschiedenen Behandlern über Telekonsile

 

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Wie läuft die Teilnahme an SMARTGEM ab?

Nach Ihrer Anmeldung in der jeweiligen Kopfschmerzambulanz erhalten Sie einen Link der Ihnen einen Zugang zu der App „M-sense Basis“ ermöglicht. Die App wird zu Beginn einige Informationen zu Ihrer Kopfschmerzerkrankung abfragen und Sie werden gebeten, mehrere standardisierte Fragebögen zur Schwere Ihrer Migräneerkrankung, Ihrer Lebensqualität und dem Vorliegen einer möglichen Depression auszufüllen.

Über die nächsten vier Wochen bis zur erstmaligen Vorstellung in einer der  Ambulanzen sollten Sie nun Ihre Kopfschmerzen und Einnahme von Schmerzmedikamenten mit Hilfe der App dokumentieren. Diese Angaben dienen auch dazu Ihrem Arzt in der Kopfschmerzambulanz in der klinischen Routine alle notwendigen Angaben für eine optimale Beratung zur Verfügung zu stellen.

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Was bedeutet „randomisierte kontrollierte Studie“?

Um die Wirksamkeit einer neuen Therapie zu überprüfen ist ein Vergleich mit einer ähnlichen Gruppe notwendig, die diese Therapie nicht nutzt oder eine andere Therapie bekommt. Zu Beginn der Studie werden Sie per Zufallsgenerator der Studiengruppe oder der Kontrollgruppe zugelost.

Die Studiengruppe kann SMARTGEM in vollem Umfang für 12 Monate nutzen. Der Kontrollgruppe steht für die ersten 6 Monate lediglich die Dokumentationsfunktion zur Verfügung, ein Wechsel in die Studiengruppe für weitere 6 Monate ist danach möglich.

Was passiert, wenn ich der Kontrollgruppe zugelost werde?

Sollten Sie der Kontrollgruppe zugelost werden, verwenden Sie weiterhin „M-sense Basis“ zur Kopfschmerzdokumentation. Diese dient zur Dokumentation ihrer Kopfschmerzen und möglicher Trigger. Allerdings findet keine Triggeranalyse statt und Sie haben keinen Zugriff auf die Therapiemodule. Ebenso erhalten Sie keinen Zugriff auf die gemeinsame Kommunikationsplattform.

Die Erstellung von Kopfschmerzreports ist jedoch möglich und die Kopfschmerzdokumentation dient ihrem behandelnden Arzt zur Überwachung der Therapie. Nach sechs Monaten erhalten Sie ebenfalls den vollen Zugriff auf alle Angebote von SMARTGEM.

Sie lernen also unser neues Versorgungsmodell in jedem Fall kennen!

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Wie lange dauert die Studie?

Die Studie dauert mindestens 6 Monate mit der Möglichkeit auf maximal 12 Monate zu verlängern.

Wie ist der zeitliche Aufwand für mich?

Über die gesamte Studiendauer, sollten Sie täglich Ihre Kopfschmerzen mittels der App dokumentieren. Alle drei Monate werden Sie darüber hinaus gebeten wie zu Beginn der Studie mehrere Fragebögen zur Ausprägung der Kopfschmerzen und Einfluss auf Ihre Lebensqualität auszufüllen. Die tägliche Dokumentation der Kopfschmerzen dauert ca. 2 Minuten, das Ausfüllen der Fragebögen alle drei Monate ca. 20-25 Minuten.

Weiterhin wird Sie ein Studienarzt zu den gleichen Zeitpunkten (3, 6, 9 und 12 Monate nach Erstvorstellung in unserer Ambulanz) anrufen und Sie zu dem weiteren Verlauf Ihrer Erkrankung und möglichen Änderungen der aktuellen Therapie befragen.

Wie sicher sind meine Daten?

Wir nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst und behandeln sie entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften. Außerdem erfolgt die Nutzung des elektronischen Angebotes von SMARTGEM erfolgt ausschließlich in pseudonymisierter Form über spezielle persönliche Links und Studien-Chiffren. Das bedeutet, dass Ihre personenbezogenen Daten in einer Form vorliegen, die keinen direkten Rückschluss auf Ihre Person durch unbefugte Dritte ermöglicht.

Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht ohne Ihre Einwilligung. Sie haben ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung ihrer Daten.

Weitere Informationen erhalten Sie im Aufklärungsgespräch zur Studie durch die Studienärztin oder den Studienarzt und in den jeweils in den Angeboten von SMARTGEM hinterlegten Datenschutzerklärungen.

Sie brauchen weitere Informationen?

Sie erreichen unser Team in den an SMARTGEM beteiligten universitären Kopfschmerzambulanzen in Ihrem Bundesland unter folgenden Kontaktdaten:

 

Berlin/Brandenburg:
Kopfschmerzzentrum Charité-Universitätsmedizin Berlin
Tel.: 030 450 560887, E-Mail: smartgem@charite.de

 

Sachsen-Anhalt:
Universitätsklinikum Halle
Tel.: 0345 557 3339, E-Mail: kopfschmerz@uk-halle.de

 

Mecklenburg-Vorpommern
Universitätsmedizin Rostock
Tel.: 0381-494 9588, E-Mail: kopfschmerz@med.uni-rostock.de

 

Teilnehmen können alle Patientinnen und Patienten, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

Informationen für Ärztinnen und Ärzte

Worum geht es?

Mit dem Projekt SMARTGEM möchten wir langfristig die Versorgung von Migränepatientinnen und -patienten verbessern und eine effektive, zeit- und kostensparende Therapie ermöglichen. Dieses Ziel soll durch den Einsatz folgender digitaler Angebote erreicht werden:

1)  Mit der Smartphone-App M-sense können die Patientinnen und Patienten ihre Kopfschmerzen dokumentieren und mögliche auslösende Faktoren identifizieren. Zusätzlich unterstützt die App den Patienten mittels verschiedener Therapiemodule in der Durchführung nicht-medikamentöser Behandlungsansätze.

2) Über eine Kommunikationsplattform werden den Patientinnen und Patienten ein ärztlich moderiertes Patientenforum sowie mehrfach pro Woche durchgeführte „Expertenchats“ mit einer Ärztin/einem Arzt aus der universitären Kopfschmerzambulanz angeboten.

3) Ärztinnen und Ärzte der universitären Kopfschmerzzentren und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte können sich telemedizinisch miteinander vernetzen und sich bezüglich der Behandlung der Patientinnen und Patienten beraten und abstimmen.

Die Effektivität dieser neuen Versorgungsform wird in einer randomisierten kontrollierten Studie untersucht. Für die Zuweisung von geeigneten Patientinnen/Patienten und die Datenerhebung im Rahmen der sich an den Besuch der universitären Kopfschmerzambulanz anschließenden ambulanten Weiterbehandlung sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen.

Werden Sie ärztliche/r Kooperationspartner/in von SMARTGEM

Als ärztliche/r Kooperationspartnerin und -partner unterstützen Sie uns im Anschluss an die Behandlung in der universitären Kopfschmerzambulanz in Berlin, Rostock oder Halle. Insbesondere bei der Evaluation sind wir auf Ihre Mithilfe durch Ausfüllen eines Fragebogens über eventuelle Therapieänderungen und Adhärenz der durch Sie weiterbehandelten Patientinnen und Patienten angewiesen.

Teilnehmen können alle Hausärztinnen/-ärzte, Schmerztherapeutinnen/-therapeuten und Neurologinnen/Neurologen, die die in das Projekt eingeschlossenen Patientinnen und Patienten weiterbehandeln.

Welche Vorteile haben Sie als Kooperationspartner von SMARTGEM?

Sie helfen, die Versorgung von Migränepatientinnen und -patienten zukünftig zu verbessern und die Therapie auch in Gebieten mit limitierten Ressourcen und eingeschränktem Zugang zu speziellen Therapieangeboten, wie z.B. einer schmerztherapeutisch orientierten Verhaltenstherapie, effektiver zu gestalten. Über die Telekonsile ist eine Besprechung schwieriger Fälle kurzfristig möglich.

Hierfür erfolgt eine enge Betreuung durch das Projektteam und die jeweilige Kopfschmerzambulanz. Sie werden für alle Leistungen außerhalb der Regelversorgung entsprechend vergütet. Bei erfolgreichem Abschluss des Projektes ist eine Überführung in die Regelversorgung möglich, die dann auch Ihre Leistung abbilden soll.

Sie möchten eine/n Patientin/Patienten bei uns vorstellen, Kooperationspartnerin/-partner werden oder benötigen mehr Informationen?

Sie erreichen unser Team in den an SMARTGEM beteiligten universitären Kopfschmerzambulanzen in Ihrem Bundesland unter folgenden Kontaktdaten:

 

Berlin/Brandenburg:
Kopfschmerzzentrum Charité-Universitätsmedizin Berlin
Tel.: 030 450 560887, E-Mail: smartgem@charite.de

 

Sachsen-Anhalt:
Universitätsklinikum Halle
Tel.: 0345 557 3339, E-Mail: kopfschmerz@uk-halle.de

 

Mecklenburg-Vorpommern
Universitätsmedizin Rostock
Tel.: 0381-494 9588, E-Mail: kopfschmerz@med.uni-rostock.de

 

Teilnehmen können alle Patientinnen und Patienten, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

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Probandeninformation

Flyer – SMARTGEM

 

Pressekit

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